42 komplizierte, „strukturierte Produkte“ ohne die Funktionsweise zu verstehen. Manchmal reicht schon der Tipp des netten Busfahrers für einen Kauf aus. • Einige Anleger lassen sich von ihren Emotionen leiten und treffen Entscheidungen basierend auf Angst oder Gier. Objektivität und fundierte Analysen fehlen, Rationalität wird ausgeschaltet. • Viele Privatanleger konzentrieren sich auf nur wenige Aktien oder Branchen und sind dadurch einem höheren Risiko ausgesetzt, falls diese Teilbereiche schlecht performen. Für jeden Börsenanfänger sollte deshalb Diversifikation ein Thema sein. • Einigen Anlegern fehlt es schlicht weg an Geduld. Sie erwarten immer schnelle Ergebnisse und das ist realitätsfern. Sie sind nicht bereit, langfristig zu investieren und halten ihre Positionen nur kurzfristig, und können damit nicht von den Vorteilen der langfristigen Marktentwicklung profitieren. • Den meisten Privatanlegern fehlt es an Disziplin. Sie folgen auch keinen klaren Handelsregeln oder Strategien. Sie handeln impulsiv und ohne Plan. Chancen für die Kleinanleger ergeben sich aus den Nachteilen der Big Player Auf den ersten Blick hin, scheint die Lage für Kleinanleger hoffnungslos. Das wäre jedoch ein falscher Gedanke. Als Privatanleger hat man wenige Vorteile und die sind auch noch so mächtig, dass sie schon fast zum Geldverdienen einladen. Nachteile – Damit plagen sich Fonds herum: Ständig gibt es bei einem Fonds Mittel-Zu- und Abflüsse. Sobald die Märkte schwächer werden, ziehen die Anleger ihre Einlagen ab. Sie übernehmen praktisch das Timing der Anlage, wofür sie zuvor den Fondsmanager beauftragt haben. Die Privatanleger sind Amateure, weil sie ihre Anlageentscheidungen bewusst delegieren und dann wieder einen Rückzieher machen. Steigen die Märkte allerdings wieder an, wollen sie wieder mitmischen. Aktienfonds müssen Marketing betreiben. Dies kann zu Zwängen bei der Auswahl der Anlagen führen. Nur um das Marketing-Versprechen einzuhalten, leidet manchmal die Flexibilität der Anlage. Sehr erfolgreiche Aktienfonds wachsen zu schnell. Erfolgreiche Handelsstrategien werden mit der Zunahme von Anlagegeldern verwöhnt. Es ist jedoch so, dass jede Anlagestrategie nur mit einer begrenzten Kapitalgröße gut funktioniert, und die ist bei einem sehr erfolgreichen Fonds schnell erreicht. Nehmen wir an, ein Fonds hat ein Vermögen von zehn Milliarden Euro und er dürfte nur im SDAX investieren. Damit ergäbe sich ein großes Problem. Wenn der Fonds kauft, dann schiebt er die Kurse an, und wenn er verkauft, drückt er sie.Mit anderen Worten, die Handelsstrategie kann nicht mehr richtig funktionieren. Grundsätzlich ist es so, dass jeder Fonds mit dem Geld des Anlegers einen offiziellen Auftrag bekommt. Mit anderen Worten der Fondsmanager muss das Kapital sofort anlegen. Mit geschicktem Timing hat das nichts zu tun. Für den Fondsmanager bedeutet das, dass er Liquidität nicht ewig auf dem Konto liegen lassen darf. Nehmen wir an, der Fondsmanager wäre gerade der Meinung, dass die gegenwärtige Marktlage zu stark fallenden Kursen führen könnte. Darauf kann er nur im begrenzten Maße reagieren. Die Gebührenstruktur eines Fonds reduziert die absolute Rendite Die typische Gebührenstruktur eines Fonds umfasst in COVERSTORY TRADERS´ 05.2023 Von Mitte September bis Oktober war bei der Cisco Aktie ein kurzfristiger Abwärtstrend erkennbar. Das Schlüsselkursniveau lag bei 40 US-Dollar an Punkt 1. Der nächste Durchbruch nach unten geschah schon wenige Tage später und drückte den Kurs unterhalb der Unterstützung von 40 US-Dollar. Der Markt zeigt damit das Signal, dass sich der Abwärtstrend eigentlich fortsetzen sollte. Nur Goliaths sind in der Lage mit Kaufkraft den Kurs wieder über die Unterstützungslinie von 40 US-Dollar zu verschieben. Das geschah auch am 13.10.2022. Damit wurde die Aktie in einen bullishen Zustand versetzt. Quelle: stock3.com B2 Tages-Chart der Cisco-Aktie
RkJQdWJsaXNoZXIy NTc0NjM=