Traders Magazin_05_2023.indb

73 GLOSSAR Mean Reversion Zentraler Handelsansatz bei dem der Trader davon ausgeht, dass ein aussergewöhnlicher Kurs immer wieder zu seinem Durchschnittskurs zurückkehrt. Mindset Mentale Einstellung eines Traders zum Börsenhandel. Money-Flow-Index Volumenindikator, der den Geld-Zu- und Abfluss eines Wertpapieres zeigt. Die Berechnungsformel berücksichtigt dabei Kursveränderungen und Volumina. Momentum Als Momentum wird der Kursschwung bezeichnet und es erlaubt eine qualitative Aussage über die Dynamik einer Kursbewegung. Nonfarm Payrolls US-Arbeitsmarktdaten ohne die Beschäftigten aus der Landwirtschaft OBV Das OBV entspricht einem simplen Volumentrend. Bei steigenden Kursen wird das Volumen zum OBV des Vortages addiert, bei fallenden von diesem subtrahiert. Option Eine Option ist ein Kontrakt, der an einer Terminbörse gehandelt wird. Der Käufer bekommt das Recht, ein vom Vertragspartner festgelegtes Kauf- oder Verkaufsangebot wahrzunehmen oder abzulehnen. Kaufoptionen heißen „Calls“, Verkaufsoptionen „Puts“. Optionsschein Optionsscheine (englisch Warrants) sind verbriefte Optionen, die von einem Emittenten (Bank) herausgegeben werden. Orderbuch Das Orderbuch eines Wertpapieres enthält die limitierten Kauf- und Verkaufsaufträge zu einem gegebenen Zeitpunkt. Es enthält die Geld- und Briefkurse (engl. Bid und Ask). Orderflow Bezeichnet den kontinuierlichen Ablauf der Limit- und Marketorders im Orderbuch. Trader versuchen über den Orderflow, sowohl Angebot als auch die Nachfrage abzuschätzen. Overtrading Verlust der Handelskontrolle durch eine zu hohe Handelsfrequenz. Pairs Trading Handelsstrategie, die auf der Korrelation zweier Handelswerte beruht. Vermindert sich die Korrelation, entsteht oft eine Handelschance. Payoff-Ratio Verhältnis der durchschnittlichen Gewinne zu den durchschnittlichen Verlusten innerhalb eines Handelssystems. Pivot Kurslevel, wo ein vermuteter Umkehrpunkt eines Marktes liegt. Pivots werden nach der Formel Pivot= (High+Low+Close)/3 berechnet. Profitfaktor Profitfaktor = Summe der Einzelgewinne / Summe der Einzelverluste. Liegt der Wert über 1, ist das Handelssystem erfolgreich und unter 1 prouduziert es Verluste. Der Profitfaktor gilt in der Systembewertung als wichtigste Kennzahl. Proptrading Unter Proprietary Trading (Proptrading) versteht man den Eigenhandel zwecks Erzielung kurzfristiger Handelsgewinne. Quants Als Quants bezeichnet man quantitative Trader, die ihre Handelsentscheidungen auf Basis von mathematischen bzw. statistischen Modellen aufbauen. Retracement Eine Gegenbewegung zu einer starken Kurswelle. Die Bewegung wird gerne über die Fibonacci-Relationen bewertet. Rücksetzer Eine Gegenbewegung zu einer starken Kurswelle. Der Kursrücksetzer übrtrifft dabei nicht den Startpunkt der starken Kurswelle. Slippage Eventuell zusätzlich entstehende Kosten bei Kauf oder Verkauf durch Schlechtausführung der Order oder einen sehr schnellen Markt. Smart Money Im Allgemeinen werden damit institutionelle Marktteilnehmer bezeichnet. Aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Expertise gilt die Anlegergruppe als "smart". Stillhalter Der Stillhalter ist ein Verkäufer einer Option und der dafür eine Optionsprämie erhält. Swingtrader Trader, der seine Positionen in etwa zwischen einem und zwanzig Tagen offen hält. In seltenen Fällen sogar bis 40 Tage. Systemtrader Ein Trader, der seine Handelsregeln systematisch zusammenstellt und strikt danach handelt. Gegenteil von einem diskretionären Trader. Target Price Englische Bezeichnung für das Kursziel bei einem Trade. Terminbörse Marktplatz für Termingeschäfte, wo Futures und Optionen gehandelt werden (zum Beispiel Eurex, CME, LIFFE usw.) Track Record Der Track Record ist die chronologische Liste der Erfolge und Misserfolge des getätigten Börsenhandels. Trailing-Stopp Ein Trailing-Stopp ist eine nachgezogene Stop-Order. Dadurch können bereits angefallene Buchgewinne abgesichert werden. Trendfilter Ein Indikator im Trendhandel, der verbesserte Signale durch seinen Filter bietet. Universum Das Wertpapieruniversum enthält für eine konkrete Strategie alle Wertpapiere, die für den Börsenhandel zur Verfügung stehen. So könnte zum Beispiel ein Universum nur aus den Aktien des HDAX bestehen. VDAX Volatilitätsindex auf den DAX. Seit 2005 auch "VDAX-NEW" genannt, wegen einer neuen Berechnungsgrundlage. Volatilität Als Volatilität bezeichnet man die Schwankungsbreite eines Marktes. Man unterscheidet zwischen historischer und implizierter Volatilität. VIX Der Volatilitätsindex misst die implizite Volatilität des S&P 500. Der VIX spiegelt die von den Marktteilnehmern erwartete Schwankungsintensität der nächsten 30 Tage wider. Zyklenanalyse Die Suche nach wiederkehrenden Mustern über Zeitabstände und Kurstiefs bzw. Kurshochs. TRADERS´ 05.2023

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