65 beschrieben: „… Die fundamentalen Fakten deuten zwar an, wie sich der Markt in Zukunft entwickeln sollte, die technischen Faktoren hingegen zeigen, was tatsächlich gerade am Markt passiert“. Der Kurs ist die wichtigste Information. Alle Nachrichten und alle Fundamentaldaten werden deshalb ignoriert. Allein der Preis entscheidet über den weiteren Fortgang. Gregory Morris sagte in seinem Buch „Investing With The Trend“ zum Thema: „Denken Sie daran: Weder die Finanztheorie noch Aktienanalyse werden besser sein als der Trend, der den Markt dominiert.“ Die Grundregel Nummer 1 lautet deshalb: Traden Sie nur in die Richtung des schon vorherrschenden oder gerade entstehenden Trends. Trotzdem gilt nicht das Prinzip „Friss oder stirb“. Es gibt viele unterschiedliche Trading-Methoden, die gut funktionieren. Wenn Sie bereits ein erfolgreicher Trader sind, dann sollten Sie nur das berücksichtigen, von dem Sie erwarten, dass es Ihrem Trading hilft. Halten Sie Ihr Trading einfach, dann verlieren Sie kaum den Überblick, wenn die Märkte schwieriger werden. Nur über kurzfristige Trends im Markt können wir brauchbare Vorhersagen machen. Trotzdem können Positionen auch langfristiger gehalten werden, wenn ein langfristiger Trend zustande kommt. Positions- und Money-Management sind der Schlüssel zum Erfolg. Sie müssen sich sowohl auf kurz- als auch langfristige Gewinne einstellen. Aber egal wie toll der Trade am Anfang auch aussehen mag, es besteht immer das Risiko für einen Verlust. Deshalb sollten Sie immer Stopps setzen. Auch wenn Schutzmaßnahmen wie Stopps ein erster Schritt sind, bleibt Angriff immer noch die beste Verteidigung. Picken Sie sich deshalb die Rosinen heraus und überlassen Sie den Rest den anderen Marktteilnehmern. Jeder Markt, in dem Sie sich engagieren, sollte klar performen (also nicht hin und her springen). Er sollte bereits einen eindeutigen Trend zeigen oder zumindest so ein starkes Kursmuster aktuell ausbilden, dass von einer neuen Trendbildung auszugehen ist. Der Markt sollte übergreifend klare Kursmuster bieten. Lassen Sie mittelmäßige Trades einfach liegen. Versuchen Sie nichts zu erzwingen, wenn Sie keine idealen Bedingungen vorfinden, dann ist es ebenso. „Erfinden“ Sie keine guten Trades, wo keine sind. Achten Sie auf Ihre Emotionen. Die Methode zu verstehen, sich gut vorzubereiten, die passende Positionsgröße zu wählen und nur das beste Setup zu traden. Es wird schon helfen, Ihre Emotionen zu steuern. Bevor Sie einen Trade eingehen, sollten Sie zunächst Ihr Mindset überprüfen. Sprechen wir über Trader-Probleme 1. Nur kurzfristige Marktbewegungen lassen sich gut einschätzen: Je weiter in der Zukunft eine Wettervorhersage liegt, desto ungenauer wird sie sein. Wenn sich Wolken und Gewitter anmelden, ist die Wahrscheinlichkeit für Regen sehr groß. Das heißt aber nicht, dass es zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt nächste Woche oder nächsten Monat auch regnen wird. Genauso ist es auch mit dem Aktienmarkt: Obwohl Marktprognosen auf Wahrscheinlichkeiten beruhen, lassen sich kurzfristige Trends leichter voraussehen als langfristigere. Je länger Sie außerdem im Markt engagiert sind, desto größer wird die Gefahr, dass Sie nass werden. Beim kurzfristigen Trading ist Ihr Risiko minimiert, da Sie ihm nur kurzzeitig ausgesetzt sind. 2. Kurzfristige Trends bieten nicht das große Geld: Auch wenn kurzfristiges Trading einige Vorteile bietet, gibt es leider auch einen großen Nachteil. Da Sie nur kurzzeitig im Markt engagiert sind, sind Ihre Gewinne von vornherein TRADERS´ 05.2023 Schauen Sie sich den Chartverlauf an und versuchen Sie eine Kursprognose aufzustellen. Sie werden vermutlich lange überlegen müssen, denn der Kurs ist sehr schwankungsfreudig und teilweise überraschend. Schauen Sie einmal auf die gelbe Linie - das ist die 200-Tagelinie. Sie verläuft verhältnismäßig gerade von links unten nach rechts oben. Egal wie man argumentiert, aus mathematischer Sicht wird der Aufwärtstrend sich eher fortsetzen als umkehren. Deshalb hätten sie langfristig mit einer Long-Position mehr Erfolgswahrscheinlichkeit. Quelle: stock3.com B1 Wahrscheinlichkeitskurve im Trend STRATEGIE
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