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50 TOOLS Der Australier Peter Castle hatte schon viele Jobs in seinem Leben. Mit 16 Jahren verließ er die Schule, um sich als Auto-Lackierer selbständig zu machen. Nach einiger Zeit verkaufte er die Werkstatt, weil er keine Lust mehr auf die Plackerei hatte. Es musste doch irgendetwas geben, mit dem man leichter reich werden konnte, dachte sich Castle. So begann sich der Sohn eines Immobilien-Investors 1995 für die Börse zu interessieren und wurde Anfang 2000 Profi-Trader. Doch das erhoffte schnelle Geld blieb aus. Das lag auch am ungünstigen Timing: Zuerst kam der Technologie-Aktien-Crash im März 2000. 18 Monate später dann Nine-Eleven. Erst im Frühjahr 2003 fingen sich die Aktienmärkte allmählich. Nun begann eine gute TradingPhase für Castle. Allerdings blieb er hinter seinen Möglichkeiten, weil er seine Handelssysteme und -strategien nicht konsequent genug umsetzte. Castle erkannte, dass es an ihm lag: Er war ein Spieler. Da half die beste Software und das cleverste Backtesting von Handelssystemen nichts. Dabei ist die technische Seite des Tradings ziemlich einfach, wie der bekannte Buchautor Alexander Elder im Vorwort von Der Zen-Trader ausführt. Schließlich geht es nur um fünf Zahlen: Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Der Zen-Trader WIE ALTE WEISHEITEN IHREN GEIST UND IHR PORTFOLIO INS GLEICHGEWICHT BRINGEN Bibliografie Titel: Der Zen-Trader Autor: Peter Castle Umfang: 170 Seiten, Hardcover Preis: 25,00 € (D) ISBN: 978-3-95972-638-2 Verlag: Finanzbuch Verlag, München 2023 Schlusskurs sowie Volumen. Ein paar Indikatoren zur Analyse und schon sind Schlussfolgerungen möglich, ob ein Trade infrage kommt. Erheblich kritischer für den Börsenerfolg erweist sich in der Regel die Psyche des Traders: Hält man dem bisweilen extremen Stress und dem Druck während einer Pechsträhne stand? Nur wenige Börsianer schaffen das. Möglicherweise hilft einem der Buddhismus dabei, eine solide Trading-Philosophie zu entwickeln, und vielleicht ist Zen der richtige Weg, meint jedenfalls Alexander Elder. Aus dem Auto-Lackierer wird ein Zen-Priester Für Peter Castle war es wohl der richtige Weg. Nachdem er in mehreren Ländern Asiens den Buddhismus studierte und zwei Jahre lang in einem Kloster lebte, wurde er Priester im Zen-Orden in der Tradition des Unendlichen Weges (Mugendo Zen Kai). Aus Peter Castle wurde Taishin Shodo. Der Zen-Buddhismus gab ihm die Disziplin und Gelassenheit, um als Trader zu reüssieren. Denn das entscheidende Hindernis auf dem Weg zum erfolgreichen Trader ist Angst, die Angst vor Verlusten und die Angst vor verpassten Profiten. Das führt zu Stress und Sorge – die größten Killer des Trading-Erfolgs. Zen-Buddhismus lehrt Disziplin, Fokus, Akzeptanz und moralische Werte. Vor allem fordert Zen dazu auf, die Angst nicht zu unterdrücken, sondern sie anzunehmen. Um den Zen-Buddhismus besser zu verstehen, hilft ein Blick auf Buddhas Lehren. Frustriert von den Religionen seiner Zeit benannte Siddharta Gautama vier edle Wahrheiten, die sich auf zwei für Trader besonders relevante Aussagen reduzieren lassen: „Das Leben ist leidvoll“ und „Die Ursache für das Leiden ist Anhaftung“. Damit sind allerdings keine Klimakleber gemeint, sondern das Ziel, sich von irdischen Gütern und Emotionen zu lösen, sowie seine Begierden zu überwinden, um irgendwann das Nirwana zu erreichen. Der Weg zu diesem Ziel führt im Zen-Buddhismus über sechs Regeln (Seite 97). PRODUKTE WEBREVIEW SOFTWARETEST BOOKREVIEW APPREVIEW TRADERS´ 05.2023

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