20 TRADERS´ 05.2023 Gierig sein, wenn andere ängstlich sind Das Spiel an der Börse ändert sich nie. Alle wissen, dass Emotionen im Trading nichts zu suchen haben, und dennoch bleiben Angst und Gier für Investoren wie Warren Buffett der Schlüssel zum Erfolg und für viele andere sind sie genau das Problem, warum sie langfristig nicht erfolgreich sind. Letzteren kann aber geholfen werden. Wie das geht, ist auch ein Thema auf der FrühjahrsRoadshow von RoboMarketsPRO mit dem Kapitalmarktstrategen Jürgen Molnar 500 Punkte verlor der DAX an dem Tag, als die Schockwellen im US-Bankensektor nach Europa schwappten und die Credit Suisse ins Taumeln brachten. Aus und vorbei war es mit dem Aufwärtstrend, der im Oktober begann – zu einem Zeitpunkt, als fast keiner mehr Aktien haben wollte. Diejenigen allerdings, die gierig waren, als viele Angst hatten, konnten sich in der Spitze über ein Plus von über 30 Prozent im DAX und noch mehr in einzelnen Aktien freuen. Bis die Gier das Zepter an der Börse übernahm und die Kurse einbrachen. Der „Fear & Greed Index“ In der Theorie klingt es einfach, doch in der Praxis scheitern die meisten von uns am so wichtigen Faktor Psychologie. Dabei kann schon ein völlig emotionsloser Blick auf ein paar Zahlen ausreichen, um den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. „Fear and Greed Index“, also die einfache Übersetzung aus dem Englischen für Angst und Gier, war der Namensgeber für den Stimmungsindikator, der 2012 von CNN entwickelt wurde und anhand verschiedener Kennzahlen einen Eindruck über die aktuelle Marktstimmung vermittelt. Die Idee dahinter: Herrscht Angst im Markt, könnte dies bedeuten, dass Aktien weit unter ihrem eigentlichen Wert gehandelt werden, was ein Kaufsignal wäre. Werden Anleger gieriger, liegt die Vermutung nahe, dass Aktien überbewertet sind, was einem Verkaufssignal gleichkäme. Als alle ängstlich waren, stiegen die Kurse Die Lesart ist wie folgt: Je höher der Wert auf einer Skala von 0 bis 100, umso gieriger sind die Anleger. Liegt der Index aber nahe null, regiert die „extreme Angst“ das Börsengeschehen. So lag er in besagtem Oktober bei 15. Wir erinnern uns, ab diesem Zeitpunkt begannen die Kurse zu steigen. Mit den Kursen kletterte auch der Index in der Spitze wieder über 75. Ende Januar waren die Anleger „extrem gierig“. Zwar ist der Index für den US-Markt konzipiert, aber übertragen auf den DAX passierte seitdem auch nicht mehr viel, bis der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank die Ruhe an der Börse mit einem Schlag beendete. Der „Fear and Greed Index“ schlug wieder in extreme Angst um. Noch mehr Trading-Strategien auf der Roadshow Eine einfache Zahl kann also den optimalen Ein-, aber auch Ausstiegszeitpunkt bestimmen. Mehr zu dieser und anderen Trading-Strategien erfahren Sie auf der Frühjahrs-Roadshow von RoboMarketsPRO, einem in Seminare in Ihrer Nähe – Jetzt anmelden
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