Traders Magazin_05_2023.indb

83 2. Identifizieren Sie den primären Trend des Marktes. Hierfür können Sie verschiedene Methoden wie Trendlinien, gleitende Durchschnitte oder Fibonacci-Retracements verwenden. 3. Versuchen Sie, wiederkehrende Muster in den Daten zu identifizieren. Diese Muster können saisonale Zyklen, Wellenmuster oder andere regelmäßige Bewegungen auf dem Markt sein. 4. Schätzen Sie die Länge der identifizierten Zyklen ab. Orientieren Sie sich an den Tiefs und Hochs im Kursverlauf. 5. Legen Sie mehrere Zyklen übereinander und versuchen Sie die Bewegungen in die Zukunft zu übertragen. An den Punkten, wo sich die Hochs beziehungsweise Tiefs der Zyklen annähern, könnte ein Wendepunkt im Markt liegen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Zyklenanalyse keine Garantie für zukünftige Ergebnisse ist und dass Marktbewegungen oft von unvorhergesehenen Ereignissen beeinflusst werden können. Am besten, Sie kombinieren die Zyklenanalyse mit anderen Analysemethoden, um eine höhere Genauigkeit zu erreichen. Wenn Sie zum Beispiel ein zukünftiges Hoch oder Tief identifiziert haben, können Sie mithilfe eines Stochastik-Oszillators den Ein- und Ausstieg perfektionieren. Was müssen Sie beim Analysieren der Zyklen beachten? Wenn es darum geht, eine Zyklusanalyse zu starten, gibt es keine festen Regeln, aber viele Analysten bevorzugen es, von den Tiefpunkten aus zu starten. Dies hat mehrere Gründe: Tiefpunkte stellen oft wichtige Wendepunkte im Preisverlauf dar. Wenn ein Markt oder ein Wertpapier einen Tiefpunkt erreicht, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass der Verkaufsdruck erschöpft ist und die Käufer die Kontrolle übernehmen werden. Diese Umkehrbewegungen sind oft zyklische Wendepunkte, an denen eine neue Kursbewegung beginnt. Tiefpunkte können auch als Unterstützungs- oder Widerstandsniveau dienen. TRADERS´ 05.2023 Der rote Verlauf zeigt beispielhaft eine Sinuskurve. Die beiden Hochpunkte entsprechen der Zykluslänge. Die Differenz des höchsten und tiefsten Punktes entspricht der Amplitude. Bezogen auf die Kursanalyse wirken mehrere Zyklen gleichzeitig auf den Markt ein. Die unterschiedlichen Zyklen unterscheiden sich dabei in der Zykluslänge und der Amplitude. Quelle: TRADERS´ B1 Sinuskurve in der Theorie Im Chart sehen Sie eine grobe Zyklusanalyse, die sich auf Basis der beiden Tiefs ergibt (eingekreist). Die Linie besitzen alle einen identischen Abstand, der sich aus der Sinuskurve ergibt. Während Linie Nummer 1 nur knapp die Hochpunktprognose verpasste, scheint Nummer 2 völlig unbedeutend zu sein. Die Nummer 3 zeigt schon relativ genau wieder ein neues Tief. Die Nummer 4 ist dann schon ziemlich eindeutig und markiert ein starkes Tief. Wenn man dabei betrachtet, dass die Ausgangstiefs zeitlich weit entfernt liegen, dann ist die zyklische Prognosewirkung erstaunlich. Des Weiteren ergibt sich ein Kursziel bei circa 4.200 Punkten (letzte vertikale Linie – eingekreist). Quelle: stock3.com B2 S&P 500 - Zyklus Prognose über zwei markante Tiefs BASICS

RkJQdWJsaXNoZXIy NTc0NjM=